Späte Slapstick-Einlage kostet den Sieg

Schiedsrichter: Esref Gürpinar
Bugiel erstmals wieder im Kader
Spielbericht vom 28. April 2026
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Nach vier Siegen in Serie war die Marschroute für Sonntag klar definiert: Mit einem Heimsieg gegen Aufsteiger Leinepolder den Druck auf die Spitze hochhalten. Bei sonnigem Wetter entwickelte sich in Hettensen daraus aber ein zäher Nachmittag – und am Ende einer, der durch ein Eigentor in der Nachspielzeit komplett kippte.
Der Start war noch nach Maß: Janis Marten verlängerte in der 9. Minute einen Einwurf, Lennart Busch nahm aus zehn Metern den Halbvolley sauber – 1:0. Was danach folgte, war allerdings deutlich zu wenig. Nils Zimmermann tauchte aus dem Gewühl heraus zwar frei vor dem Gästekeeper auf, vergab aber halbrechts (19.). Auf der Gegenseite legte ein fahrlässiger Ballverlust den Gästen die erste Chance auf, der Querbalken rettete in der 21. Minute. In der 36. Minute sah Alexander Nixdorf Gelb für ein Foul, das eher der Gegenspieler beging, kurz darauf folgte Sascha Bendroth wegen Meckerns. Den Bruch nutzte Leinepolder kurz vor der Pause: Beim Klärungsversuch im Strafraum bekam die Nummer 8 der Gäste den Ball auf den Fuß und schob aus 15 Metern zum 1:1 ein (45.).
Trainer Willert reagierte zur Pause mit einem Dreifachwechsel – Henrik Jeske, Nick Justin Tappendorf und Kevin Tierock kamen für Sascha Bendroth, Nils Zimmermann und Henry Müller. Der Effekt zeigte sich nach 69 Minuten: Janis Marten brach außen durch und brachte den Ball ins Zentrum, wo Nixdorf den Hackentrick versuchte. Über Umwege kam der Ball zu Tappendorf am zweiten Pfosten und dieser schob aus kurzer Distanz zum 2:1 ein. Der „rote Joker" hat damit mal wieder direkt nach Einwechslung getroffen und es kamen Flashbacks vom Derby gegen Moringen auf. Es hätte die Vorentscheidung sein sollen, zumal Leinepolder nun natürlich mehr ins Risiko gehen musste. Stattdessen folgte in der Nachspielzeit der Bruch: Beim Klärungsversuch verlängerte Henrik Jeske aus 25 Metern unhaltbar über Schneider hinweg ins eigene Tor – 2:2 (90.). Kurz darauf war Schluss.
Eine schwache Leistung über weite Strecken und ein Punktverlust, der aufgrund der Umstände doppelt wehtut. Mund abputzen, weitermachen. Eine schöne Sache hatte das Spiel allerdings doch: Maurice Bugiel stand nach seinem Kreuzbandriss das erste Mal wieder im Kader!
Schon am kommenden Donnerstag gibt es die nächste Möglichkeit, es besser zu machen – im Heimspiel gegen den FC Weser.













